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Ziemlich beste Nachbarn

Interkulturelles Training für die Zusammenarbeit von Deutschen und Schweizern

Die Schweiz ist für Deutsche ein beliebtes Land. Nicht nur als Feriendestination, sondern vor allem auch als Arbeitsort oder sogar Lebensmittelpunkt. Das Image von Schweizerinnen und Schweizern in Deutschland ist überwiegend positiv. Zurückhaltend, höflich und zuvorkommend sind die häufigsten Attribute, die ihnen zugeschrieben werden. Man geht in der Regel davon aus, dass die Zusammenarbeit problemlos funktioniert, weil die Gemeinsamkeiten die Unterschiede bei weitem überwiegen

 

Umso überraschter sind viele deutsche Fach- und Führungskräfte, dass sich die Zusammenarbeit und das Leben in der Schweiz häufig weniger einfach gestalten als erwartet. Sie erleben im Arbeitskontext, dass z.B. Führung, Entscheidungsfindung, Kommunikation, Beziehungs- und Konfliktmanagement ein wenig anders gelebt werden als gewohnt, und dass sie mit ihrer Vorstellung von diesen Prozessen oftmals anecken oder das Gefühl haben gegen unsichtbare Wände zu rennen. Umgekehrt ist das Verständnis für deutsche kulturelle Werte und Normen ebenfalls nicht immer differenziert, so dass wahrgenommene Unterschiede der jeweiligen Person angelastet oder als „typisch deutsch“ im eher negativen Sinn pauschal bewertet werden. Missverständnisse auf beiden Seiten oder Konflikte können die Folge sein und das Arbeitsklima sowie die Zufriedenheit in Arbeits- und Privatleben empfindlich trüben.

 

In dem eintägigen interkulturellen Training wird deutschen und schweizerischen Fach- und Führungskräften auf der Grundlage aktueller Forschungsergebnisse ein Einblick in die Besonderheiten der schweizerisch-deutschen Zusammenarbeit gegeben. Darüber hinaus werden individuelle Handlungsempfehlungen erarbeitet, wie auf dieser Grundlage eine erfolgreiche und zufriedenstellende Kooperation erreicht werden kann.

Ziele des interkulturellen Trainings

  • Sensibilisieren für schweizerisch-deutsche Selbst- und Fremdbilder
  • Verstehen von schweizerisch-deutschen Kulturunterschieden in Bezug auf

    • Führung
    • Kommunikation
    • Konfliktmanagement
    • Arbeiten im Team
    • Entscheidungsprozesse
    • Beziehungsmanagement

  • Entwickeln von individuellen Handlungsstrategien für die eigenen beruflichen Handlungsfelder

Zielgruppe

  • Fach- und Führungskräfte aus Deutschland und der Schweiz
  • HR-Verantwortliche (max. 12 Teilnehmer/-innen)

Methodik

In dem interkulturellen Training wird mit der sog. „Kulturstandard“-Methodik gearbeitet. Diese Methodik bietet wissenschaftlich fundierte Ergebnisse zur differenzierten Beschreibung von kulturellen Gemeinsamkeiten und Unterschieden und hat sich in vielen Evaluations-Studien als sehr wirksam für interkulturelles Lernen erwiesen. Die interkulturellen Trainings werden nach einer eigens dafür entwickelten und überprüften Trainingsdidaktik durchgeführt (Kammhuber, 2000). Ausgangspunkt sind authentische, konkrete Situationen aus dem interkulturellen Arbeitsalltag der Trainingsteilnehmer, die dann systematisch bearbeitet werden. Die Teilnehmer lernen anhand dieser Situationen und in Simulationsübungen, wie Missverständnisse im Arbeitsalltag aufgrund unterschiedlicher kultureller Werte, Normen und Regeln entstehen, und wie sie mit diesen angemessen umgehen können. Ziel des interkulturellen Trainings ist es NICHT ein Schubladendenken zu erzeugen, sondern das individuelle Handlungsrepertoire der Teilnehmer so zu erweitern, dass sie flexibler und angemessener in interkulturellen Arbeitssituationen reagieren können.

Termine

8. Juni 2018

5. Oktober 2018

Ort

HSR Hochschule für Technik Rapperswil. Der Campus liegt in schöner Lage unmittelbar am Zürichsee, und direkt neben dem Bahnhof Rapperswil.

Dozent

Prof. Dr. Stefan Kammhuber ist Gründungspartner und Leiter des „ikik - Institut für Kommunikation und Interkulturelle Kompetenz“ an der HSR Hochschule für Technik Rapperswil. Er coacht und trainiert seit über 20 Jahren Fach- und Führungskräfte aus verschiedenen Berufsfeldern im Feld der interkulturellen Zusammenarbeit, führt interkulturelle Forschungsprojekte durch, und unterrichtet an der HSR die Studierenden aller Studiengänge in interkultureller Kommunikation.

Kosten

CHF 950.- (zzgl. Mwst.) Enthalten sind Coaching-Unterlagen, z.B. Skript/ Buch und Kaffeepausen. Ein gutes und kostengünstiges Mittagessen ist im HSR-Restaurant auf dem Campus erhältlich.

Anmeldung und weitere Informationen

Stefan Kammhuber

email: stefan.kammhuber(at)hsr.ch

Telefon: +41 (0)55 222 4553